LEDs: So umweltfreundlich wie ihr Ruf?

10. Juni 2010 von Matthias Laasch

LEDs gelten als das Nonplusultra einer modernen, effizienten und ökologischen Beleuchtung. Aber sind sie wirklich so umweltfreundlich wie ihr Ruf?

Eine Analyse des Leuchtmittelherstellers Global Lightz widerspricht dieser Annahme vehement: Berücksichtige man nämlich nicht nur den Betrieb, sondern auch die Herstellung und das Recycling von Leuchtdioden, dann benötigten sie ein Vielfaches der Energie, welche beispielsweise die e3-Lampen erforderten. Und solange diese Energie aus fossilen Brennstoffen stamme, setze ihre Gewinnung Schwermetalle wie Quecksilber frei.

Die Ökobilanz der LEDs ist also nicht unumstritten, aber dennoch: Sie versprechen den Herstellern ein gigantisches Geschäft mit einem Marktvolumen, das sich in den nächsten zwei Jahren auf etwa 10 Milliarden US-Dollar verdoppeln soll. Und schon deshalb sind sie die Leuchtmittel der Zukunft – oder?

Was halten Sie persönlich von der LED in Sachen Umwelt? Wofür taugt sie Ihrer Meinung nach nicht, welche Einschränkungen wird es geben, und was sind die Alternativen? Berichten Sie über Ihre Kenntnisse und Erfahrungen!

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3 Antworten zu “LEDs: So umweltfreundlich wie ihr Ruf?”

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  1. Sehr geehrter Herr Dr. Jahne,

    vielen Dank für die hochinteressanten Ausführungen zu Ihren Qualitätskriterien. Da Sie CRI und Farbtemperatur noch vor der Lichtausbeute nennen, erlaube ich mir einen Hinweis auf die auch von Herrn Dr. Laasch erwähnten e3-Plasmalampen der Firma Global LightZ, für die ich die Pressearbeit betreue. Ziel von Global LightZ ist es, Licht in bester Glühlampenqualität mit einem Energieverbrauch zu erzeugen, der unter dem von LEDs liegt – die Qualitätskriterien sind Ihren also sehr ähnlich.

    Global LightZ hat durch jahrzehntelange Forschung im Investitionsgüterbereich eine Lichtquelle entwickelt, die man auf jede gewünschte Farbtemperatur zwischen 2000 und 10.000 K einregeln kann und die dabei konstant hohe CRI-Werte liefert. Sollten Sie Interesse haben, sich diese Lichtquellen einmal in natura anzusehen und sich über deren Einsatzmöglichkeiten zu informieren, möchte ich Sie einladen, einmal an einem der Workshops von Global LightZ an jedem ersten Donnerstag im Monat teilzunehmen, bei denen der Firmengründer Klaus Wammes die Technologie erläutert und Anwendungsmöglichkeiten aufzeigt.

    Die Anmeldung zu den eintägigen Workshops am Firmensitz von Global LightZ in Breitungen/Werra (Thüringen) ist jederzeit möglich unter Telefon 036848 2593-300 oder per E-Mail an info@glz-mfg.de. Die Workshoptermine für 2010 sind der 01. Juli, 05. August, 02. September, 07. Oktober, 04. November und 02. Dezember.
    Gerne sende ich Ihnen auf Anfrage auch nähere Informationen zur e3-Lichttechnologie zu.

    Mit besten Grüßen

    Gerald Fiebig

    Konzept PR GmbH
    Agentur für Public Relations
    Karolinenstr. 21
    86150 Augsburg
    Tel.: +49 (0) 821 – 343 00-19
    Fax: +49 (0) 821 – 343 00-77
    Mail: g.fiebig@konzept-pr.de
    Internet: http://www.konzept-pr.de

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  2. Matthias Laasch sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Jahne, herzlichen Dank für diesen ausführlichen und sehr interessanten Bericht und für Ihr Statement pro LED!

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  3. Dr. Helmut Jahne sagt:

    Liebe Redaktion,

    ich habe mich persönlich sehr viel mit LEDs beschäftigt.
    1. bin ich schon irgendwo ein Mensch der möglichst wenig Energie verbrauchen möchte und der auch denkt, dass Energie zuküftig ganz bestimmt nicht billiger werden wird.
    2. bin ich offenbar sehr empfindlich, was Beleuchtungen anbelangt und vertrage einfach keine Leuchtstofflampen. Ich kann bei Leuchtstofflampenlicht iregendwie nicht lesen. Normale Leuchtstofflampen gehen sowieso nicht, weil ich immer das geflacker sehe, jawohl, ich kann 100 Hz Flimmern sehen. Die meisten Menschen stört das nicht, ich finde das unerträglich.
    Daher gibt es in meiner Firma und bei mir im Haushalt Energiesparlampen (Kompakleuchtstofflampen) und ganz selten Leuchtstofflampen, aber dann mit elektronischem Vorschaltgerät.
    Zum Lesen verwende ich bisher immer Halogen-Deckenfluter mit Halogen-Leselicht. (jawohl, elektrische Heizungen)

    Ich habe schon frühzeitig versucht mit LEDs zu arbeiten und sehr schnell gelernt, was ich für eine Farbtemperatur fordere. Aber das allein genügt nicht! Noch wichtiger ist der Farbwidergabeindex CRI.
    Troz meinem Drang nach extremen Energieeinsarungen, habe ich folgende Bewertungskiterien für LEDs:
    1. CRI
    2. Farbtemparatur
    3. Lichtausbeute (Wirkungsgrad)

    Wohlbemerkt, ich als Energiefuchs setze die Lichtausbeute an die 3. Stelle!

    Ich habe inzwischen alle weißen LEDs von Osram, von Cree und anderen bekannten Herstellern in Leuchten eingebaut und – wieder entfernt.

    Für mich gibt es nur eine einzige Leuchtdiode weltweit, mit der ich in Ruhe stundenlang lesen kann und mit der ich sogar einen Deckenfluter ausgerüstet habe, das ist von Seoul Semiconductor eine Z4 Leuchtdiode mit einem CRI von 0,93 und einer Farbtemperatur von 2700 Grad!
    Selbst die 3000 K LED mit einem CRI von 0,93 habe ich sogar für meine Flurlampe wieder ausgebaut!

    Ich bin nun dabei alle meine Leuchten im Haus Schritt für Schrit auf diese LED umzubauen und habe mich sogar entschlossen alle Beleuchtungen im Haus nicht mehr mit 230V ac zu versorgen sondern mit 48V dc, was ich an einer zentralen Stelle mit einem Netzgerät erzeuge.
    Die Wahl auf diese zentrale Spannungsversorgung gestattet mir entweder 14 LEDs bei über 350 mA oder 15 LEDs bei unter 350 mA in Reihe zu schalten. Der Spannungsabfall in den Zuleitungen bei 48 V ist auf Grund der höheren Effiziez gegenüber Glühlampen klein genug, der elektronische Aufwand mit einer Stromquelle für 14 LEDs ist vernachlässigbar kein.

    Besucher, die meine Lampen sehen fangen jedes mal an mit mir herumzustreiten, dass ich keine Ahnung hätte, und das meine Leuchten von Glühlampen betrieben werden. Das würde doch jeder sehen!
    Was will man mehr?

    Mein Deckenfluter besteht übrigens aus 43 LEDs und nimmt 65 W auf, original war mal ein 300 W Halogenstrahler verbaut.

    Übrigens sind die meisten LED-Ansteuerungen “over-engineert”. Ich beteibe alle LEDs mit Gleichstom aus linear geregelten Stromquellen.
    (ein Transistor, ein Widerstand). Schaltregler sind kein wirklicher Gewinn im Wirkungsgrad, da sich ja die Flusspannung einer LED nur gering mit dem Strom verändert. Erst bei sehr kleinen Strömen, sinkt die Flußspannung merklich ab, aber da ist die Verlustleistung in einer linear geregelten Stromquelle trozdem sehr klein, weil ja fast kein Strom fließt.
    Lineare Reglung bedeutet keinerlei EMV-Probleme, Stromquelle ohne jeden Kondensator bedeutet keinerlei Stromspitzen beim Schalten usw;
    und natürlich kein Flackern, auch bei bewegten Objekten.

    Viele Grüße

    Dr. Ing. Helmut Jahne

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