Wann würden Sie mit Strom fahren?

26. Oktober 2010 von Matthias Laasch

Der Energieversorger EnBW hat in einer Studie die Fahrgewohnheiten deutscher Autofahrer getestet. Ein erstaunliches Resultat war, dass die meisten der Testpersonen ihr Fahr- und Parkverhalten falsch einschätzten: Ihrer Meinung nach sollte ein Elektroauto ohne Ladestopp mindestens 200 km weit fahren können – aber die Mehrheit der Befragten fährt nur knappe 40 km am Tag. Bei vielen Testpersonen bestand eine Unsicherheit bezüglich der Lademöglichkeiten unterwegs – aber 70 Prozent des Tages parkten die getesteten Fahrzeuge zuhause. Wann wäre für Sie der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug akzeptabel? Ist die Reichweite – sprich der Akku und die Infrastruktur – ein Manko, oder liegt für Sie die Hemmschwelle woanders? Sind Elektrofahrzeuge nicht flexibel genug oder schlichtweg noch zu teuer? Müssen wir einfach ein paar Vorurteile abbauen oder vielmehr unsere konventionellen Vorstellungen vom individuellen Straßenverkehr kompett revidieren? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

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6 Antworten zu “Wann würden Sie mit Strom fahren?”

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  1. Da die Entwicklungen in diesem Bereich für mich noch zu keinem überzeugenden Automobil geführt haben, das meinen täglichen Anforderungen standhält, vertraure ich auf mein mit Diesel betriebenes Auto. Ich nutze dafür alternativ die öffentlichen Verkehrsmittel und teile mir die Fahrten in der Familie ein, um nicht jeden Weg mit dem Auto zu fahren. Ich bin gespannt, wo die Entwicklungen in diesem Bereich hingehen.

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  2. Herbert Hanselmann sagt:

    Solange klassische fossile Kraftwerke laufen, allenfalls aus Spass, nicht wegen der Umwelt. Denn so lange stimmt die low emissions Annahme nicht, und schon garnicht die zero emissions Behauptung. Greenpeace hats i.w. kapiert. Die ETH Zürich hats berechnet: ein Mittelklasse-Elektrofahrzeug stösst so lange soviel CO2 aus wie zwei Porsche Cayenne S, nämlich zwischen 500 und 600 g/km. Denn das pusten die schlechteren fossilen Kraftwerke für die nötigen Auflade-Kilowattstunden aus, wenn sie wegen des Verbrauchs von x kWh duch E-Fahrzeuge nicht um x kWh runtergefahren werden können. Wenn aller Strom grün wäre wäre das natürlich anders. Aber der Traum von rein grünem Strom ist erstmal genau das, ein Traum, erst recht wenn man Kernenergie verteufelt. Und komme mir keiner mit Photovoltaik. Das ist die mit Abstand teuerste Stromerzeugung. Eine Umlenkung von Stromgeld der Bürger auf ein paar deutsche Profiteure und zunehmend die Chinesen. Kosten, Lebensdauer, Unsicherheit über Reichweite, Bequemlichkeit (Stecker rein und raus, Dose suchen) geben dem Thema dann den Rest. Ein Zitat aus USA: “..if a Prius and a Tesla make the same trip from San Francisco to LA at the prevailing 75 mph seen on Interstate 5, the Tesla consumes several times the energy as the Prius and has to be recharged 6 times.”. Für mich sind Strom-Pkws Lifestyle-Geräte und sie haben in bestimmten Verwendungszwecken (DHL stop-and-go Dienst) vielleicht auch eine echte Berechtigung, aber die wesentlichen Transportleistungen werden noch lange von Verbrennern erbracht, die man schliesslich auch leichter und kleiner bauen und im Rentnermodus unter ständiger Beobachtung einer Verbrauchsanzeige fahren kann.

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  3. Hans Brandl sagt:

    - Wenn der Masseneinsatz von Batterien nicht mehr an der weltweiten Begrenztheit von Rohstoffen und Resourcen scheitert.
    - Wenn elektrische Energiespeicher zumindest 10% der Speicherfähigkeit von heutigen Kohlenwasserstoff basierten Speichern erreicht. Wenn das nicht möglich ist, warum dann nicht gleich Brennstoffzellen verwenden ?.
    -Wenn für 50% des heutigen Energieverbrauchs der Fahrzeuge (ca. 150 TWh per a ) zusätzliche el. Kraftwerkslösungen zur Verfügung stehen.
    - Wenn ich davon ausgehen kann , dass zur Zeit der der langen Sommer- und Winter- Hochdruck-Perioden und damit der WKA-Flauten zusätzlich genügend Co2 freie Energie Lieferanten zur Verfügung stehenen werden.
    -Wenn die Investitionskosten für 10 TWh (etwa ein KKW Block) Photovoltaik von derzeit 100 Mrd. Euro nach dem EEG vom 50 fachen auf das 5 fache eines KKW gefallen sind.
    -usw.
    Ich werds wahrscheinlich nicht mehr erleben.

    Warum ist eigentlich der Wasserstoff Hype in den Medien inzwischen tot? Und wie lang wird dieser Elektro-Hype weiterhin gepusht werden ?

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  4. Wenn der Anteil regenerativer Energie beim Hausstrom so hoch ist, das mein Stromverbrauch für das Auto in der Erzeugung nicht mehr CO2 produziert als ein Otto-/Dieselmotor mit der selben Aufgabe: 16 km 2 mal am Tag zurückzulegen.

    Für Langstrecke wären genormte Batterien cool: an einer Energiestation statt laden -> tauschen! Batterien, die dann unter einen Minimalwert fallen werden von der Energiegesellschaft durch Neue ersetzt.

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  5. Matthias Laasch sagt:

    Es gibt ja Modelle, nach denen man den Akku nicht mit dem Fahrzeug kauft, sondern mietet. Wenn er dann z.B. bei der Inspektion getauscht wird, wäre mir seine Lebensdauer egal.

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  6. Dieter Wolter sagt:

    Wenn der Stromspeicher mindestens 10 Jahre Lebensdauer erreicht!

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